Prüfgerät für die relative Verschleißtragfähigkeit
Prüfgerät für die relative Fresstragfähigkeit TT-FZG
Der Prüfer TT-FZG zur Ermittlung der relativen Fresstragfähigkeit entspricht ISO 14635-1 (Getriebe – FZG-Prüfverfahren – Teil 1: FZG-Prüfmethode A/8, 3/90) für die relative Fresstragfähigkeit von Ölen und ISO 14635-2 – FZG-Prüfmethode A10/16,6R/90 für die relative Fresstragfähigkeit von Schmiermitteln mit hoher EP-Leistung.
Zu den Getriebeschäden, die durch den Schmierstoff beeinflusst werden können, zählen Fressen, Verschleiß bei niedrigen Drehzahlen und Ermüdungserscheinungen an der Getriebeoberfläche wie Mikropitting und Pitting. Diese Arten von Getriebeschäden werden im Getriebekonstruktionsprozess durch die Verwendung spezifischer Schmierstoff- und betriebsbezogener Kennwerte berücksichtigt. Eine genaue, praxisbezogene Auswahl dieser Werte erfordert geeignete Schmierstoffprüfverfahren. Die in diesem und anderen Teilen der ISO 14635 beschriebenen FZG-Prüfverfahren dienen als Werkzeuge zur Bestimmung der schmierstoffbezogenen Kennwerte zur Berechnung der Tragfähigkeit von Getrieben.
Das in diesem Teil von ISO 8 beschriebene FZG-Prüfverfahren A/3, 90/14635 für die relative Fresstragfähigkeit von Ölen ist typisch für die meisten Anwendungen in Industrie- und Schiffsgetrieben. ISO 14635-2 bezieht sich auf die relative Fresstragfähigkeit von Ölen mit sehr hohen EP-Eigenschaften, die zur Schmierung von Antriebsstrangkomponenten von Kraftfahrzeugen verwendet werden.
Der Haupteinsatzzweck des Prüfgeräts für relative Verschleißfestigkeit (FZG) TT-FZG ist die Bestimmung der Verschleißfestigkeit und Tragfähigkeit von Schmierölen, insbesondere Getriebeölen, gemäß Normen wie ISO 14635. Der Test verwendet einen Satz genormter Zahnräder, die unter schrittweise ansteigenden Lasten betrieben werden, um die „Versagenslast“ zu ermitteln, bei der signifikante Verschleißschäden auftreten. Dies ist ein entscheidender Leistungstest, der die Bedingungen in einem realen Getriebe simuliert und für die Bewertung der Hochdruckleistung (EP-Leistung) eines Schmierstoffs unerlässlich ist.
Schlüsselindustrien
- Schmierstoffherstellung: Dies ist die Kernindustrie für den FZG-Test. Schmierstoffhersteller nutzen ihn umfassend für die Forschung, Entwicklung und Qualitätskontrolle von Automobil- und Industriegetriebeölen, Getriebeflüssigkeiten und anderen EP-Schmierstoffen, um sicherzustellen, dass diese die Leistungsspezifikationen erfüllen.
- Additive Fertigung: Chemieunternehmen, die hochentwickelte Hochdruck- (EP) und Verschleißschutzadditive für Getriebeöle entwickeln und herstellen, setzen auf den FZG-Prüfstand. Er ist ein zentrales Instrument, um die Leistungsfähigkeit ihrer Additive nachzuweisen und die Qualität ihrer Endprodukte zu sichern.
- Automobil- und Schwermaschinenbau: OEMs in diesen Branchen nutzen den FZG-Test, um die Schmierstoffe für ihre Getriebe, Achsen und Achsantriebe zu qualifizieren und zu spezifizieren. Der Test stellt sicher, dass der ausgewählte Schmierstoff den notwendigen Schutz vor Fressverschleiß für die hochbelasteten Zahnräder ihrer Anlagen bietet und somit eine langfristige Lebensdauer gewährleistet.
Der Tester besteht aus zwei separaten Teilen: der Haupteinheit und dem elektrischen Schaltschrank.
Die Haupteinheit verwendet eine dynamische geschlossene Kreislaufstruktur (oder eine geschlossene Kraftflussstruktur) und verwendet zum Laden eine Gewichtsaufhängungsmethode an der Ladestange. Sie ist horizontal aufgebaut und sollte auf ebenem Boden aufgestellt werden. Der untere Teil ist die Maschinenbasis, die auf ihrer oberen Ebene zwei Getriebegehäuse aufweist. Zwischen den beiden Getriebegehäusen befinden sich zwei Sätze parallel rotierender Wellen und Torsionswellen sowie eine Ladekupplung und eine Drehmomentmesskupplung.
Das linke Getriebegehäuse ist das Testgetriebegehäuse und enthält ein Paar hochpräziser Testgetriebe unterschiedlicher Größe. Die linke und obere Abdeckung des Gehäuses können zum einfachen Ein- und Ausladen der Testgetriebe geöffnet werden. Das rechte Getriebegehäuse ist das Getriebegehäuse und enthält ebenfalls ein Paar hochpräziser Getriebegetriebe unterschiedlicher Größe. Jedes Getriebe ist mit einer Passfederverbindung auf einer anderen Welle montiert, die von zwei Paar Rillenkugellagern gestützt und an den linken und rechten Getrieben montiert ist.
Auf der rechten Seite des Getriebes befindet sich der Antriebsmotor der Prüfmaschine, der sich durch eine kompakte Struktur, hohe Präzision und stabile Leistung auszeichnet.

1. Kleines Testgerät
2. Großes Testgerät
3. Getriebegehäuse
4. Ladekupplung
5. Fester Stift
6. Hebelarm mit Gewichten
7. Drehmomentmesskupplung
8 Temperatursensor
Lademethode
Die Ladestange wird an die Scheibe der Ladekupplung gehängt. Nach dem Hinzufügen von Gewichten ziehen Sie die beiden Scheiben an der Ladekupplung fest, indem Sie die Mutter der Ladekupplung festziehen. Entfernen Sie dann die Gewichte und die Ladestange. Der Drehmomentwert kann an der Drehmomentmesskupplung abgelesen werden.

Der Antriebsmotor YD132M-4/2 ist ein Zweigangmotor, der über die Welle das Getriebe antreibt und so Drehmoment auf das Prüfzahnrad überträgt. Das Prüfzahnrad ist in einem Prüfzahnradgehäuse untergebracht, das verschiedene flüssige Prüfmedien aufnehmen kann. Der Prüfzahnradteil wird zu Prüfzwecken in das Prüfmedium eingetaucht.
Schaltschrank und Bedienfeld
Der elektrische Schaltschrank besteht aus vier Teilen: dem Schaltschrankkörper, dem Bedienfeld, dem Starkstromsystem und dem Schwachstromsystem. Das Bedienfeld oberhalb des Schranks ist leicht zu bedienen, während das Schrankinnere mit dem Starkstromsystem ausgestattet ist. Eine hintere Tür ermöglicht den Zugriff auf das interne System für Installations-, Fehlerbehebungs- und Wartungszwecke.
Das Bedienfeld ist in drei Teile unterteilt: oben, in der Mitte und unten. Der untere Teil enthält Steuerschalter und Alarme, während der mittlere Abschnitt Schalter für Heizung, Kühlung und Motordrehzahlauswahl enthält. Der obere Teil enthält einen Temperaturregler, einen Zeitregler und einen Drehzahlregler. Die Zeitanzeige und die Steuereinheit ermöglichen die Auswahl der Steuerzeit im Bereich von 1 s bis 9999 min. Eine CLEAR-Taste unter der Steuereinheit löscht das digitale Anzeigefenster.
Die Drehzahlanzeige und Steuereinheit ermöglichen die Auswahl der Steuerdrehzahl im Bereich von 1 bis 99999999.
Drehmomentmesskupplung
Die in Abb. 4 dargestellte Drehmomentmesskupplung besteht im Wesentlichen aus:
1. Kleiner Anschlussflansch (1)
2. Großer Anschlussflansch (2)
3. Drehmomentwelle (3) innerhalb des Außenrohres (4)
4. Anzeigeflansch (5) mit Messschieberskala (6)
5. Skala (7) am großen Anschlussflansch (2)
Bei Belastung verdreht und verformt sich die elastische Welle (3) im geschlossenen Regelkreis des Prüfgeräts. Das „Drehmoment“ kann dann auf der Messschieberskala abgelesen werden.

1. Kleiner Flansch
2. Großer Flansch
3. Drehstab
4. Äußeres Rohr
5. Anzeigeflansch mit Messschieber
6. Messschieber
7. Rahmen

Dieser Tester verfügt über eine Vorrichtung zur Kontrolle von Zahnradbrüchen, wie in Abb. 5 dargestellt.
Wenn während des Tests das Zahnrad bricht oder die Belastung des Zahnrads ungewöhnlich stark zunimmt, wird der Test durch die automatische Überlastschutzvorrichtung automatisch abgebrochen.
Die Schutzeinrichtung besteht aus:
- Kupferring (a)
- Flachfeder (b)
- Scherblech (c)
- Lochblende (d)
- Scherstift (e)
Der Kupferring (a) ist auf der Bodenplatte der Prüfmaschine montiert, aber von dieser isoliert. Nach dem Laden muss die Position des Stiftlochs an der Nut der Drehmomentmesskupplung (B) so eingestellt werden, dass es mit der entsprechenden Position übereinstimmt, die dem Scherloch (d) entspricht. In dieser Position kann der Scherstift durch die Scherplatte und das Stiftloch hindurchgehen. Während dieser Aufgabe muss die Flachfeder (b) mit der Nadel nach unten gedrückt werden (die Flachfeder ragt aus dem Kupferring heraus) und der Scherstift wird mit der Schraube (f) an seinem Platz fixiert.
Bei einer anormalen Drehmomentänderung verdrehen sich der Anzeigeflansch (5) und der große Flansch der Drehmomentmesskupplung relativ zueinander, wodurch der Scherstift das Scherblech abschert. Die Flachfeder (b) berührt sofort den Kupferring (a), wodurch ein Kontakt im Steuerkreis geschlossen und der Antriebsmotor augenblicklich gestoppt wird.
1. Maximales Drehmoment: 1 kN·m
2. Maximale Belastungsklasse: Klasse 13
3. Temperaturgenauigkeit: ±2℃
4. Antriebsmotorleistung: 6.5 kW (8 kW)
5. Umdrehungsgeschwindigkeit: 1450 U/min / 2880 U/min
6. Fassungsvermögen des Testgetriebegehäuses: 1.25 l (gemessen von der Mittellinie der Welle bis zum Boden des Gehäuses)
7. Heizleistung: 0.5 kW * 3 = 1.5 kW
8. Prüfzeit-Kontrollbereich: 1s - 9999min
9. Umdrehungsbereich: Bis zu 9999999
10. Abmessungen der Haupteinheit: 1390 mm * 750 mm * 1082 mm
11. Abmessungen des Schaltschranks: 510 mm * 510 mm * 1040 mm
12. Spezifikationen der Prüfausrüstung:
Module: 4.5
- Zähnezahl: Zb=24, Zs=16
- Modifikationskoeffizient: Xb=-0.5, Xs=0.08532
- Eingriffswinkel: 22°26'
- Zentrales Moment: 91.5 mm
Genauigkeitsklasse: 5
Standardkonfiguration
1. Hauptgerät: 1 Satz
2. Schaltschrank: 1 Satz
3. Spezielle Werkzeuge: 1 Satz
4. Hebelarm und Gewichte: 1 Satz
5. Ölsprühquelle (optional)
6. Kühlsystem (optional)
7. Prüfgerät Typ A (optional)